Europäische Instrumentalistinnen
des 18. und 19. Jahrhunderts

 

Deschamps, Marie

Geburtsdaten unbekannnt, † 1885 in Paris, Organistin, Harmoniumspielerin. Über die Ausbildung von Marie Deschamps liegen keine Informationen vor. Erstmals erwähnt wird sie im Aug. 1863 in der „Neuen Zeitschrift für Musik“ mit einem Konzert auf dem Harmonium in Bad Ems. In den folgenden Jahren spielte sie in Paris (1867), wieder in Bad Ems (1868), London (Mai 1868) und 1869 in Spa in Belgien. Hier musizierte Marie Deschamps gemeinsam mit Henry Vieuxtemps, sowie Alfred und Marie Jaëll in einem Konzert von Marie Battu und Victor Warot. Von 1879 bis 1882 spielte sie wieder in Paris. Die Musikerin ließ sich sowohl auf dem Harmonium als auch auf der Orgel hören. Beide Instrumente schien sie gut zu beherrschen. So berichtet der „Musical Standard“ 1880 von der Harmoniumspielerin Marie Deschamps „under whose magic touch the instrument assumes the proportions of an orchestra“ (Musical Standard 1880, S. 263). Außerdem komponierte Marie Deschamps. Im Febr. 1882 konnte sie ein Orgelkonzert in der Salle Pleyel in Paris ausschließlich mit eigenen Werken bestreiten.

 

LITERATUR

Daily News 26. Mai 1868; 27. Mai 1868

The Graphic  25. Apr. 1885

Monthly Music Record Juli 1879, S. 104

Musical Standard 1880, S. 263; 1882 S. 75; 1886, S. 215

NZfM 1863 II, S. 79; 1867, S. 6; 1868, S. 250

Signale 1885, S. 492

Stephen S. Stratton, „Woman in Relation to Musical Art, in: Proceedings of the Royal Musical Association 9 (1883), S. 115-146.

Malou Haine, 400 lettres de musiciens au Musée royal de Mariemont, Liège 1995.

 

CF

 

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