Gräf, Maria Magdalena

Gräf, Maria Magdalena

Gräf, Maria Magdalena

 

 

* 1754 in Mainz, Sterbedaten unbekannt, Pianistin und Harfenistin. 1764 trat sie in Frankfurt a. M. als musikalische Frühbegabung auf. Die Kunststücke, die sie in ihren Konzerten vollführte, geben einen Einblick in Erwartungshaltung und Sensationshunger ihres damaligen Publikums, z. B. „bedeckte sie die Tastatur des Flügels mit einem Tuche, kehrte die Harfe um, und spielte so auf beyden zugleich Konzert und Solo’s“ (Gerber 2). Laut Schladebach und Bernsdorf verschwand sie wie viele Kindervirtuosen „meteorgleich vom Schauplatz der Kunst“. Aufgrund der Namensähnlichkeit kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sie identisch ist mit → Maria Magdalena Kauth, geb. Gräff, die in späteren Jahren als Pianistin und Komponistin in Erscheinung trat.

 

 

LITERATUR

 

Gerber 2, Schilling, Gaßner, Schla/Bern, Mendel, Fétis (Art. Graef, Marie-Madeleine)

 

 

HB

 

 

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