Lexikon  
Europäische Instrumentalistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts  
   
   
Mit dem Lexikon Europäische Instrumentalistinnen verfolgt das Institut seit 2006 ein umfangreiches Forschungsprojekt, das die hiesigen Ressourcen (Bibliothek, Aufsatzsammlung, Bibliographie, Nachwuchsförderung, Veranstaltungen) bündelt und zielgerichtet nutzt.  
   
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Ziel des Forschungsprojekts ist es, herausragende Instrumentalmusikerinnen des Zeitraums 1700 bis ca.1900 lexikalisch zu erfassen. Es handelt sich um eine Gruppe von Personen, die im öffentlichen, halböffentlichen oder (in wenigen Fällen) privaten Raum wirksam und namhaft geworden sind, die in Fachlexika aber nicht oder nicht in befriedigender Weise recherchierbar sind. Zunächst meist in bestimmten musikwissenschaftlichen Fragestellungen thematisiert (z. B. als Familienangehörige, Widmungsempfängerinnen, Schülerinnen), sind Instrumentalistinnen etwa seit 1980 gezielter erforscht worden, so dass nun der Versuch gemacht werden kann, die vorhandenen Forschungsergebnisse zu ergänzen und zu einem Speziallexikon zusammen zu fassen.

 
   

Eine wesentliche Basis des Projekts stellen die umfangreichen Vorarbeiten dar, die im Zusammenhang mit der Vorbereitung von „Instrument und Körper. Die musizierende Frau in der bürgerlichen Kultur“ (Frankfurt/M. und Leipzig 1991) geleistet wurden: die Auswertung von 52 deutschsprachigen Musikzeitschriften und 57 Lexika in Bezug auf biographische Informationen zu Instrumentalistinnen im deutschsprachigen Raum 1750 - 1850. Die Ergebnisse liegen in Form einer Kartei (ca. 1.000 Namen) und in einer chronologischen Erfassung der Lexikoneinträge (ca. 450 Namen) vor.

   

Mittels ausgewählter Musikzeitschriften des späteren 19. Jahrhunderts wurde diese Grundlage inzwischen erheblich erweitert. Die Datenbasis geht weit über die Informationen hinaus, die z. B. über den Internationalen Biographischen Index der Musik, das Repertoire International de la Presse Musicale, über Speziallexika oder Datenbanken im Internet zurzeit zugänglich sind. Zudem existiert eine Bestandsaufnahme von einschlägigen Forschungsergebnissen, die in den letzten Jahrzehnten in Buchform vorgelegt worden sind (Aufsätze sind in der Aufsatzsammung des Instituts ohnehin erschlossen). Es ist geplant, eine Zahl von ca. 800 bis 900 Instrumentalistinnen in biographischen Artikeln (einschl. Quellen- und Literaturangaben) darzustellen. Die Veröffentlichung der Artikel findet schon jetzt, während des laufenden Projekts, in Form einer stetig wachsenden Internet-Datenbank auf dieser Website statt. Nach Abschluss des Projekts folgt die Veröffentlichung als Buch, vorgesehen sind drei bis vier Bände.

 
   
Auch weiterhin werden wir dazu die Unterstützung auswärtiger Wissenschaftlerinnen, vor allem auch für die Bereiche Frankreich, England, Italien und Osteuropa brauchen, und werden uns bei den einschlägig tätigen KollegInnen melden.  
   
   
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