Biehler, Ludmilla |
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Wahrscheinlich ist, dass der frühe Abbruch ihrer pianistischen Laufbahn auch mit der beginnenden politischen Karriere ihres Vaters zusammenhing. Während er sie früher auf Reisen begleitet und sich für ihr Fortkommen eingesetzt hatte, bezog er sie fortan in eigene Aufgaben mit ein. Eva Marx deutet das Vater-Tochter-Verhältnis dahingehend, dass Ludmilla Biehler ihrem Vater „die Rolle der fehlenden Gefährtin an seiner Seite“ ersetzte (Marx/Haas, S. 77) und ihre eigene Lebensführung jeweils seinen Interessen anpasste. Als ihr Vater 1868 das Rentenalter erreichte, wandte er sich erneut der Musik zu. Anfang der 1870er Jahre verlegte den gemeinsamen Wohnsitz nach Weikersdorf (nächst Baden bei Wien) und veranstaltete Hauskonzerte, die vom Wiener Konzertpublikum stark beachtet wurden. Ludmilla Biehler glänzte hier erneut als Pianistin und tat sich, wie schon in früheren Zeiten, besonders als Beethoven-Interpretin hervor. Sie blieb an der Seite ihres Vaters bis zu seinem tragischen Tod durch Suizid im Jahre 1890. Für die Zeit nach seinem Tod fehlen von ihr weitere Lebenszeichen. Die gemeinsame Villa aus Weikersdorf ging bereits 1891 an eine andere Besitzerin über. Auf dem Grabstein des Wiener Familiengrabes fehlt ihr Name, während ein Bruder und dessen Nachkommen noch verzeichnet sind. |
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In der Presse finden sich enthusiastische Kommentare zu Ludmilla Biehlers Spiel, sogar mit Clara Schumann wurde sie verglichen (s. Illustrirte Zeitung, S. 92). |
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WERKE FÜR KLAVIER |
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Nocturne op. 6; Souvenir à Bucarest op. 7; Jeux de Bergers (Idylle) op. 10 (1856); L’Allegresse (Impromptu) op. 15 (1856); Sérénade mauresque, de Kücken, transcr. op. 19 (1865); La dernière Rose, de Flotow, varié, op. 20 (1865) |
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Werke ohne Opuszahl: La Tendresse (1857); Impromptu (1857), Caprice de Concert sur le Profet; Peine d’amour; Souvenir à Hombourg, Grande Fantaisie sur les motifs de Hunyady László, d ‘Ernani |
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LITERATUR |
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Bock 1855, S. 277 |
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Illustrirte Zeitung vom 7. Aug. 1852, Nr. 575, S. 92 |
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Wiener Zeitung 18. Nov. 1851, S. 1059 |
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Wurzbach, Cohen, Marx/Haas, OeML |
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Eduard Hanslick, Geschichte des Concertwesens in Wien, 2 Bde., Bd. 1, Wien 1869, Repr. Hildesheim [u. a.] 1979. |
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Bildnachweis |
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Marx/Haas, S. 75 |
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Hanna Bergmann |
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© by Freia Hoffmann |
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