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Deacon, Mary Ann

 
 
* 26. Juni 1821 in Leicester, Sterbedaten unbekannt, Pianistin, Organistin, Harmoniumspielerin, Dirigentin, Sängerin und Lehrerin. Bereits mit sechs Jahren begann sie ihre musikalische Ausbildung bei unbekannten Lehrern. Ab 1842 war sie als Pianistin und Sängerin in zahlreichen musikalischen Veranstaltungen zu hören, darunter auch in eigenen Konzerten. Auch in klerikalem Rahmen war sie tätig. So spielte sie 20 Jahre lang die Orgel in St. Mary’s Church (Leicester) und war, ebenfalls als Organistin, für zehn Jahre in derselben Funktion für zwei Kirchengemeinden tätig. Zudem arbeitete sie als Chordirigentin, etwa beim Leicester Musical Festival 1853, oder, im Jahr 1870, in einer Kirche in Leicester als Dirigentin des Messiah. Auch als Kammermusikerin war Mary Ann Deacon zu hören. „In the Trio in C minor [Beethoven], the chief burden lay on Miss Deacon, who added greatly to her reputation by the very careful and forcible manner in which she aided in the interpretation of this chef d’oeuvre of the Great Master of the musical art, and also by her accompaniments throughout the evening” (MusW 1848, S. 655).
 
 

Mary Ann Deacons Tätigkeit war offenkundig auf Leicester begrenzt, wo sie jedoch über einen langen Zeitraum eine wichtige Förderin des lokalen Musiklebens gewesen ist. Für diese rund 50 Jahre währende Tätigkeit erhielt sie im Okt. 1896 einen Betrag von 300 Pfund sowie ein Ölporträt als Auszeichnung. Anlässlich dieses Jubiläums würdigte sie der „Musical Standard”: „Miss Deacon has been a leading spirit in forming orchestral and choral societies in Leicester” (1896, S. 284). Dieses Geld stiftete sie zugunsten eines Förderpreises („Deacon Prize”, ebd.) für in Leicester wohnende und Klavier oder Gesang studierende Jugendliche.

 
 
LITERATUR
 

The Derby Mercury, 16. Okt. 1889

 

The Era (London), 23. Juni 1867

 

Musical Gazette 1857, S. 453, 524, 608; 1858, S. 150

 

Musical Herald 1896, S. 145

 

Musical Opinion & Musical Trade Review 1889, S. 223

 

Musical Standard 1882, S. 265; 1896, S. 284

 

MusT 1869, S. 677; 1870, S. 376; 1871, S. 794; 1878, S. 288; 1881, S. 321; 1890, S. 237

 

MusW 1843, S. 7, 175f., 320; 1844, S. 78; 1845, S. 514; 1847, S. 256; 1848, S. 558, 655; 1849, S. 207; 1850, S. 662, 789; 1851, S. 105; 1853, S. 647, 710; 1854, S. 28, 215, 725; 1857, S. 617, 703; 1858, S. 759; 1859, S. 324f., 732; 2867, S. 409; 1868, S. 353; 1869, S. 871; 1871, S. 115

 

The Orchestra 1864, S. 212

 
 
VT
 
   
   
   
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