Europäische Instrumentalistinnen
des 18. und 19. Jahrhunderts

 

Dubsky, Baronesse von

Lebensdaten unbekannt, Physharmonika-Spielerin und Pianistin. Baronesse von Dubsky konzertierte zu Beginn der 1820er Jahre wenige Male in Wien und Prag. Damit war sie eine der ersten MusikerInnen, die die ca. 1818 von Anton Haeckl in Wien entwickelte Physharmonika – eine Vorläuferin des Harmoniums – im Konzert erklingen ließen. Baronesse von Dubsky war Schülerin der Physharmonika-Spieler Hieronymus Payr (1787–1846) und Carl Stein (1797–1863).

Im Mai 1822 war sie mit der Physharmonika in einem Wiener Augarten-Konzert zu hören, in dem u. a. auch Maria Theresia Paradis spielte. Im Jan. 1823 war sie in einem Konzert des Gitarristen Legnani tätig: Dort begleitete sie als Pianistin ihren Lehrer Carl Stein. Im Dez. 1823 musizierte sie als Physharmonika-Spielerin in Prag mit Quartettbegleitung. Im Febr./März 1824 konzertierte sie erneut in Prag, wo ihr Spiel auf der Physharmonika von einem Orchester begleitet wurde. Zumindest die Prager Rezensenten waren wenig begeistert von ihrem Spiel. So fand sie bei ihrem ersten dortigen Konzert „wenig Beyfall, da sie die Behandlung dieses Instruments noch nicht in ihrer Gewalt hat“ (AmZ 1823, Sp. 827f.).

Über Herkunft und weiteren Lebensweg der Baronesse von Dubsky ist nichts bekannt.

 

LITERATUR

AmZ 1822, Sp. 464; 1823, Sp. 827f.

Wiener AmZ 1823, Sp. 48

The Harmonicon. A journal of music, 1824, S. 72

MGG 2000 (Art. Harmonikainstrumente)

 

VT

 

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