Europäische Instrumentalistinnen
des 18. und 19. Jahrhunderts

 

Förster, Eleonore, verh. (Gräfin) Conti

* 1799 vermutlich in Wien, Sterbedaten unbekannt, Pianistin und Komponistin. Sie war die Tochter des österreichischen Komponisten und Pädagogen Emanuel Aloys Förster (1748–1823) und dessen Frau Eleonore geb. Reczka (?–1852). Sie wurde von ihrem Vater unterrichtet. Von 1817 bis 1823 trat sie in Wien erfolgreich als Pianistin auf. In mehreren Konzerten spielte sie Werke ihres Vaters, außerdem wiederholt Klavierwerke von Ries, Moscheles und Hummel. Nachdem sie im Jahre 1823 den Grafen Conti geheiratet hatte, stellte sie ihre Konzerttätigkeit ein.

Später bildete sie sich „unter der Leitung der berühmtesten Meister“ zur „Virtuosin auf der Mandoline und dem Pianoforte“ (Schilling). Darüber hinaus erhielt sie Gesangsunterricht beim Tenor Giacomo Bertolotti und machte so schnelle Fortschritte, dass sie 1779 als Lisetta in Giovanni Paisiellos Oper La Frascatana debütierten konnte und mit Erfolg in Kasseler Hofkonzerten als Sängerin auftrat.

 

WERKE

Variationen für Klavier, Violine, Viola und Violoncello über ein russisches Thema (publiziert, Verlag unbekannt)

 

LITERATUR

AmZ 1817, Sp. 63, 307; 1819, Sp. 73f., 273

Wiener AmZ 1819, Sp. 6, 218; 1820, Sp. 245; 1821, Sp. 319

Gathy 2, MGG 2000 (Art. Förster, Emanuel Aloys)

 

HB

 

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