Europäische Instrumentalistinnen
des 18. und 19. Jahrhunderts

 

Lux, Jenny

* nach 1820, Dessau oder Mainz, Sterbedaten unbekannt, Organistin. Sie war die Tochter des Komponisten und Organisten Friedrich Lux (1820–1895) und wurde wie ihre jüngere Schwester Fränzi von ihm ausgebildet.

Zunächst spielte die Organistin in Konzerten ihres Vaters, u. a. für wohltätige Zwecke. Nach seinem Tod trat sie weiter mit großem Erfolg auf, dabei bemühte sie sich auch, Friedrich Lux Kompositionen bekannt zu machen. So spielte die „tüchtige Künstlerin auf ihrem Instrument (Signale 1896, S. 233) 1896 ein Konzert ausschließlich mit Werken ihres Vaters. Ihr musikalisches Können scheint dabei in der Öffentlichkeit unbestritten gewesen zu sein, sind die Kritiken doch ausnahmslos positiv. Nach einem Konzert in Mainz schreibt die „Neue Zeitschrift für Musik“: „Jenny Lux beherrscht das so unendlich schwierige Instrument mit einer Meisterschaft, die Staunen erregt (NZfM 1897, S. 355) und im selben Jahr aus Darmstadt: „Eine Dame als Meisterin der Königin der Instrumente‘ ist eine Seltenheit (ebd.). Der Korrespondent der „Musical Times“ berichtet ebenfalls 1897 von einem Konzert in Mainz, bei dem die Künstlerin „caused something like a sensation by her absolute mastery over the instrument, combined with an altogether irreproachable taste (MusT 1897, S. 480).

Neben Kompositionen ihres Vaters spielte Jenny Lux auch Werke von Joh. Seb. Bach und Mozart.

 

LITERATUR

MusT 1897, S. 480

NZfM 1894, S. 234; 1897, S. 355

Signale 1896, S. 233

http://www.st-concordia.de/hisperlux.htm, Zugriff 15. Sept. 2010.

 

CF

 

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