Europäische Instrumentalistinnen
des 18. und 19. Jahrhunderts

 

Eichberg, Bertha

* 5. Apr. 1844, † 10. Febr. 1864  in München, Harfenistin. Sie war die Tochter des Stuttgarter jüdischen Kantors Moritz Eichberg (1806–1892) und die Schwester der Pianistin Pauline Eichberg, verh. Weiller. Gottlieb Krüger (1824–1895), Harfenist der Stuttgarter Hofkapelle, bildete Bertha Eichberg aus. Konzertreisen führten sie nach Leipzig, Bremen, Köln, Frankfurt a. M., Wiesbaden, Ems, Hamburg, Heidelberg und Paris. Bei einem Auftritt in Chemnitz im Januar 1862 spielte sie neben einer Fantasie von Parish Alvars auch die Harfenpartie in Liszts Prometheus. Ihr Repertoire umfasste Werke von Félix Godefroid, Elias Parish Alvars, Stephen Heller, Théodore Labarre und Louis Spohr. Kurz nach ihrer Berufung an die Hofkapelle München durch Franz Lachner im November 1863 erkrankte sie an Typhus und starb 20-jährig.

 

LITERATUR

Bock 1861, S. 231; 1864, S. 53

NZfM 1959 II, S. 191; 1860 I, S. 133; 1861 II, S. 43, 82; 1862 I, S. 29, 31

Signale 1861, S. 410, 461; 1862, S. 69, 165

Meyer Kayserling, Die jüdischen Frauen in der Geschichte, Literatur und Kunst, Leipzig 1879, Repr. New York 1980.

Contributions of Jewish Women to Music and Women to Jewish Music, http://www.org/Women/womenr.html, Zugriff am 12. Juni 2006.

 

FH

 

© 2006 Freia Hoffmann