Europäische Instrumentalistinnen
des 18. und 19. Jahrhunderts

 

Gröbenschütz, Amalie, geb. Seiler

Geburtsdaten unbekannt, † 1845 in Berlin, Pianistin, Klavierlehrerin und Komponistin. Zwischen 1809 und 1816 konzertierte sie mit großem Erfolg in Berlin. Zu ihrem damaligen Repertoire gehörten Werke von Mozart, Beethoven, Dussek, Steibelt, Prinz Louis Ferdinand von Preußen und Friedrich Heinrich Himmel. Sie heiratete den königlichen Kammermusiker und Bratschisten der Hof- und Opernkapelle zu Berlin, J. Gröbenschütz (?–1837). Dieser gründete um 1799 zusammen mit ihrem Vater die Musikalien-Verlagshandlung „Gröbenschütz und Seiler“, die ihr die Publikation erster eigener Werke ermöglichte.

Ihr Sohn Felix Gröbenschütz wurde Mediziner und Komponist.

 

WERKE FÜR KLAVIER

Rondo, Berlin: Gröbenschütz 1817

Tänze, Hamburg: Schuberth; Berlin: Gröbenschütz

2 Walzer, Berlin: Gröbenschütz

 

LITERATUR

AmZ 1809/10, Sp. 393; 1811, Sp. 312; 1813, Sp. 161, 349; 1814, Sp. 304; 1815, Sp. 189f., 490.

Ledebur, Mendel, Cohen

Christoph Helmut Mahling, „Zum ‚Musikbetrieb’ Berlins und seinen Institutionen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“, in: Studien zur Musikgeschichte Berlins im frühen 19. Jahrhundert, hrsg. von Carl Dahlhaus (= Studien zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts 56), Regensburg 1980, S. 27–284.

 

HB

 

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