Europäische Instrumentalistinnen
des 18. und 19. Jahrhunderts

 

1. Klinckerfuß, Klinkerfuß, Klinkerfuss-Schulz, Schulze, Johanna (Therese Leonore Anna), geb. Schultz

* 22. März 1855 in Hamburg, † 12. (oder 13.) Dez. 1924 auf dem Krankentransport von Ludwigsburg nach Stuttgart, Pianistin und Klavierlehrerin. 

2. Klinckerfuß, Margarete

* 18. Okt. 1877 in Stuttgart, † 31. Jan. 1959 in Göppingen, Pianistin, Klavierlehrerin und Musiktherapeutin.

Johanna, die ältere Tochter des Hamburger Musikdirektors und Kapellmeisters Heinrich Schultz (1829–1894) und seiner aus Elberfeld stammenden Ehefrau Hulda geb. Wisemann (1833–1878), erhielt mit sechs Jahren bei Moritz Beer ihren ersten Klavierunterricht. Schon bald trat sie mit Kammermusik von Mendelssohn (Klaviertrio d-Moll op. 49) und romantischen Solostücken öffentlich auf, spielte als Elfjährige dem Pianisten und Komponisten Anton Rubinstein vor, der ihr empfahl, bei seinem Bruder Nikolaj in Moskau zu studieren; stattdessen ging sie kaum vier Jahre später mit finanzieller Hilfe von Hamburger Musikfreunden an das noch junge Stuttgarter Konservatorium. Dort war sie zwischen 1870 und 1873 Schülerin des Liszt-Schülers Dionys Pruckner (1834–1896) und des Liszt-Freundes Sigmund Lebert (1821–1884), auf dessen Empfehlung sie 1872 und 1873 in Weimar die Meisterkurse von Franz Liszt (1811–1886) besuchte.

Anfang 1874, kurz vor ihrem 19. Geburtstag, heiratete sie den Klavierfabrikanten Carl Apollo Otto Klinckerfuss (1840–1923). Aus einer Familie berühmter Möbeltischler und Instrumentenbauer stammend, hatte dieser zunächst Architektur studiert und erarbeitete sich dann durch die Vertretung der Firmen Bechstein, Blüthner und Steinway einen gediegenen Wohlstand. Er komponierte, betätigte sich als Impulsgeber und Förderer zahlreicher Künstler, sammelte und restaurierte u. a. historische Tasteninstrumente, sodass seine vielseitigen kulturellen Interessen sich sinnstiftend mit denen seiner 15 Jahre jüngeren Frau ergänzten. In dem gastfreien Haus in der Stuttgarter Kanzleistr. 18 (in unmittelbarer Nachbarschaft Eduard Mörikes) gingen nahezu alle großen Musiker, Maler, Dichter und Wissenschaftler des Kulturraums Stuttgart ein und aus. Man verehrte die Klassiker und stand in regem Briefverkehr mit den Geistesgrößen der Zeit. Wohlstand und Bildung paarten sich mit einem hohen Respekt vor den Zeugnissen der Vergangenheit, aber auch mit einem lebhaften Interesse an den künstlerischen und wissenschaftlichen Strömungen der Gegenwart.

Die anregende kulturelle Atmosphäre gab auch den fünf Kindern ein reiches Maß an Bildung und Selbstvertrauen mit. Der älteste Sohn, Erich (?–1934 oder 1935), und dessen Bruder Walter (1876–1954) übernahmen den Beruf des Vaters als Vertreter der Klavierfirma Bechstein: Erich in den USA, London und Berlin, Walter in Stuttgart. Der jüngste Sohn, Bernhard (1881–1940), wurde, obwohl ebenfalls sehr musikalisch, Mitglied der Chiemgauer Maler-Gruppe „Die Welle“; er porträtierte seine Mutter u. a. noch kurz vor ihrem Tod. Außerdem gab es zwei Töchter, Ingeborg (?–1920) und Margarete, von denen die letztere als Pianistin und Klavierlehrerin tätig wurde (s. u.). Die pianistische Familientradition wurde auch durch die Tochter von Walter Klinckerfuß fortgesetzt: Leonore Hummel-Klinckerfuß (?–1996) studierte in Stuttgart und Wien, u. a. bei Edwin Fischer, und spezialisierte sich sodann auf historische Tasteninstrumente. Unter anderem besaß sie einen Flügel von Nannette Streicher aus dem Jahre 1805, auf dem sie auch konzertierte.

Das Sammeln, Restaurieren und Spielen historischer Claviere ist Teil der Familiengeschichte und Erbe der Instrumentenbauerfamilie Klinckerfuß. Aus ihrem Besitz stehen heute ein Hammerflügel des Nürnberger Instrumentenmachers Schiedmayer, gebaut 1798, in der Universität Würzburg, ein Graf-Flügel von 1824 im Beethovenhaus Bonn und ein Instrument von Erard im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Das Geschichtsbewusstsein, in dem die Mitglieder der Familie Klinckerfuß solche historischen Zeugnisse erwarben, war ein höchst lebendiges und gegenwartsorientiertes, denn die spielfertig wiederhergestellten Instrumente dienten dazu, die Musik der Vergangenheit zum Klingen zu bringen. Zu diesem Zweck spielte Johanna Klinckerfuß „aus alten Handschriften und Erstdrucken, von denen [... ihr Mann] eine reichhaltige Sammlung besaß“ (Klinckerfuß, S. 19). Hierzu gehörten zeitgenössische Abschriften von Kompositionen Joh. Seb. Bachs, ein Bach-Autograph und eines von Spohr. Auch die Kinder wurden früh an diese Verbindung von Kulturbewahrung und lebendiger Praxis herangeführt. Margarete Klinckerfuß erinnert sich: „Mein Vater hat als einer der Ersten alte Musikinstrumente restauriert, wofür er auf Weltausstellungen, z. B. in Bologna und in London, mit hohen Auszeichnungen geehrt wurde. Auf einem zweimanualigen echten Cembalo von Friedrich Ring, das er selber restaurierte – ich entsinne mich noch, wie wir ihm als Kinder bei der Arbeit des Einfügens der Rabenkiele in die ,Döckchen‘ mit unseren geschickten Fingerchen helfen durften – , veranstaltete meine Mutter schon in den achtziger Jahren historische Musikabende in echtem Rokokokostüm“ (ebd.).

Das Interesse für historische Instrumente erweiterte das Repertoire von Johanna Klinckerfuß ganz entscheidend, sodass Musik aus Barock und Frühklassik in ihren Programmen weit mehr als nur eine Randerscheinung war. Der Rückgriff auf historische Drucke und Autographe zeugt von einem historischen Bewusstsein, das sie deutlich von den meisten ihrer damaligen Kolleginnen und Kollegen abhob, welche glaubten, Musik von Joh. Seb. Bach, Händel oder Domenico Scarlatti dem Publikum nur in modernen (pianistischeren) Adaptionen zumuten zu können. Schon 1882 würdigt die „Allgemeine musikalische Zeitung“ nicht nur die „trefflichen Leistungen“ von Johanna Klinckerfuß und das vielfältige Programm des Abends, das von Joh. Seb. Bach über Brahms’ Händel-Variationen op. 24 bis hin zu Stücken von Schumann, Henselt, Chopin und Liszt reichte, sondern lobt auch ihre „saubere, auf das feinste ausgebildete Technik“, sowie die „geistige Beherrschung des Stoffes, Verschmähen aller äusserlichen Effectmittel“ und betonte ausdrücklich: „Die Sarabande, Gigue und Bourée von Bach spielte Frau Klinckerfuss auf einem Clavicymbel von F.[riedrich] Ring vom Jahre 1700. Herr Klinckerfuss erwarb vor einiger Zeit dieses seltene Instrument und verwandte grosse Mühe und Fleiss darauf, dasselbe historisch treu wieder herzustellen“ (AmZ 1882, Sp. 800f.).

Grieg und Brahms, deren Musik sie in diesem Konzert, das offenbar als Panorama der Klaviermusikgeschichte angelegt war, ebenfalls vortrug, waren mehrfach persönlich zu Gast im Hause Klinckerfuß, ebenso wie Hugo Wolf, Hans von Bülow, Anton Rubinstein oder die Dirigenten Fritz Busch und Wilhelm Furtwängler – wobei die Gastfreundschaft stets auch musizierend ausgelebt wurde.

Da lag es nahe, dass Johanna Klinckerfuß sich auch in ihren Konzertprogrammen der Gegenwart nicht verschloss. Das „Musikalische Wochenblatt“ vermerkt am 16. Juli 1885: „Besonderes Verdienst hat unsere Künstlerin sich um Vorführung von Werken jüngerer Componisten, sowie durch ihre selbstlose Bereitwilligkeit, in Concerten für wohlthätige Zwecke mitzuwirken, erworben. Gar mancher junge Componist kann sich bei ihr bedanken, denn sie diente diesem nicht nur in der liebenswürdigsten Weise, sondern auch unbekümmert um den jeweiligen Erfolg“ (FritzschMW 1885, S. 369). Darin folgte sie, ob bewusst oder unbewusst, dem Vorbild ihres Lehrer Franz Liszt, der seine musikalische Autorität ebenfalls zur Förderung junger Talente einsetzte. Auch wenn Liszt seine Schülerin Klinckerfuß als Vertreterin der „Stuttgarter Schule“ bezeichnet und ihre „seltene Korrektheit, die feine Nuancierung und das gediegene innige Verständnis ihres Vortrags“ (Liszt an Sigmund Lebert am 13. Okt. 1872, GSA 59/214,7) lobt, kann man Walter Niemann zustimmen, der ihre geistig vielseitig interessierte Künstlerpersönlichkeit 1921 explizit dem Weimarer Kreis zuordnet: „In ihrer besten Zeit war sie eine ausgezeichnete Virtuosin, Lisztianerin mit allen großen Vorzügen und [...] kleinen Schrullen [...], immer künstlerisch überschwenglich, immer in Ekstase und Exaltation, immer aber auch selbstlos, warmherzig und lieb“ (Niemann, S. 147).

Mit dem Kreis der Liszt-Schüler hielt Johanna Klinckerfuß lebenslang Kontakt, wie eine launige Postkarte der Lisztianer Richard Burmeister, Alfred Reisenauer und Felix Weingartner beweist. Gemeinsam mit dem Liszt-Schüler Karl Pohlig (der von 1900 bis 1907 in Stuttgart als Hofkapellmeister wirkte) engagierte sie sich außerdem erfolgreich für die Errichtung eines Liszt-Denkmals in Stuttgart: „Das erste Konzert, das jüngst dem edlen Zwecke gewidmet war, trug 1000 Mk. ein. Frau Klinckerfuss spielte [gemeinsam mit der Hofkapelle unter Pohlig] das Es-dur-Konzert, die H-moll-Sonate und mit Frl. [Margarete] Klinkerfuss das Pathetische Konzert“ (Die Musik 1901/02 II, S. 650). Die von Adolf Fremd ausgeführte Büste auf steinernem Jugendstil-Sockel wurde im Okt. 1903 mit großer öffentlicher Resonanz in den Schlossanlagen enthüllt: „Nachdem die Stifterin, Frau Hofrat Klinckerfuss, eine Schülerin Liszts, in der Öffentlichkeit genannt wurde, müssen wir auch hier der hochherzigen Frau gedenken. [...] Das Denkmal Liszts, umgeben von zahlreichen Kränzen zum teil [sic] aus weiter Feme (seltsamerweise fehlt gerade das Stuttgarter Konservatorium), bildete in den letzten Tagen einen wahren Wallfahrtsort und kann als schöne, stille Sühne betrachtet werden für manches, was hier Unschönes gegen den Meister gesprochen und gehandelt worden ist“ (Karl Grunsky, in: Die Musik 1903/04 I, S. 294).

Dass in der zeitgenössischen Presse, neben vereinzelten Konzerten in Leipzig, Hamburg, Karlsruhe, Heidelberg und Ulm, vorrangig Konzertauftritte in Stuttgart vermerkt sind, liegt daran, dass die Heirat Johanna Klinckerfuß lebenslang eng an die Stadt band, in der sie das Konservatorium absolviert hatte. Nach einer kurzen Tournee durch Norddeutschland im Herbst 1873 und einer durch die Geburten der ersten drei Kinder bedingten Konzertpause bis 1879 wirkte die Künstlerin für Stuttgart in mannigfachen Bereichen kulturprägend: Für ihren ab Mai 1884 erkrankten ehemaligen Lehrer Sigmund Lebert unterrichtete sie maximal anderthalb Jahre vertretungsweise am dortigen Konservatorium, war aktives Mitglied des Stuttgarter Tonkünstlervereins und gab „bis mindestens 1913“ (Wenzel) regelmäßig Solo-, Kammermusik- und Orchesterkonzerte, die in der örtlichen Presse hochgelobt wurden. Einzig eine gewisse Unruhe oder Nervosität scheint sich bei ihren Auftritten negativ bemerkbar gemacht zu haben.

Darüber hinaus engagierte Johanna Klinckerfuß sich bei musikalischen Wohltätigkeitsveranstaltungen für soziale („Krankenhäuser, Kinderküchen, Rote-Kreuz-Veranstaltungen, Altersheime“; Klinckerfuß, S. 134) und künstlerische Zwecke („das Brahms-Denkmal in Hamburg [...], das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Ulm, das Robert-Mayer-Denkmal in Heilbronn usw.“; ebd). Aufgrund ihres Einsatzes für das Stuttgarter Musikleben wurde Johanna Klinckerfuss 1885 zur königlich-württembergischen Hofpianistin ernannt und erhielt im selben Jahr auch die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft. Ihr guter Ruf als Pianistin – und, wie die Erinnerungen der Tochter bezeugen, auch als Cembalistin – beruht aber nicht nur auf ihrer lokalen Prominenz. Dass sie technisch und musikalisch auch kritische Größen zu überzeugen vermochte, zeigt ein Auftritt im Jan. 1882 gemeinsam mit Clara Schumann, die sich vorab noch recht skeptisch bei Johannes Brahms nach dem Können der Stuttgarter Kollegin erkundigt hatte. Mit der Auskunft muss sie wohl zufrieden gewesen sein, denn der Auftritt fand statt, und zwar mit Robert Schumanns Komposition Andante und Variationen op. 46 für zwei Klaviere; außerdem überließ Clara Schumann an dem fast ausschließlich dem Schaffen ihres Ehemanns gewidmeten Konzertabend Johanna Klinckerfuß die Begleitung einiger Lieder.

Das im besten Sinne bildungsbürgerliche Leben und Wirken der Stuttgarter Künstlerin fand ein nahezu romanhaftes Ende: „Am Ende scheint auch der Zeitpunkt ihres Todes ,stimmig‘: Nach dem Besuch eines sie begeisternden Orgelkonzerts [des befreundeten Pianisten Wilhelm Kempff] in Ludwigsburg erleidet die im Oktober [recte: 29. Sept.] 1923 Witwe gewordene 69-Jährige einen Herzanfall. Im Beisein ihrer Tochter Margarete stirbt sie in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1924 im Sanitätsauto auf dem Weg von Ludwigsburg nach Stuttgart. Begraben ist sie im Klinckerfuss’schen Familiengrab auf dem Fangelsbachfriedhof in Stuttgart“ (Riepl-Schmidt).

Margarete Klinckerfuß, die unverheiratete der beiden Töchter von Johanna Klinckerfuß, teilte mit der Mutter die Liebe zum Klavier und das pianistische Können. Aber obwohl sie (nach Anfangsunterricht bei der Lebert-Schülerin Klara Hauff) zwischen 1888 und 1896 am Stuttgarter Konservatorium bei dem Liszt-Schüler Dionys Pruckner (1834–1896) und 1897 privat bei den Liszt-Schülern und Freunden der Familie, Marchese Silvio della Valle di Casanova (1861–1929) und Arthur Friedheim (1859–1932), lernte, strebte sie beruflich keine Solokarriere an. Bei ihren wenigen öffentlichen Auftritten – u. a. Konzerte mit dem Pianisten Walter Rehberg in Stuttgart, Berlin, Tübingen, Heidelberg, Mannheim und München – wird zwar ein „vorbildliches Zusammenspiel“ (Weinreich, S. 123) gelobt, aber nicht auf die individuellen Qualitäten der Künstlerin eingegangen, und bei den Konzerten gemeinsam mit ihrer Mutter (beispielsweise, als beide am 9. Dez. 1901 zugunsten des Liszt-Denkmals und im Herbst 1911 zum 100. Geburtstag von Franz Liszt in Stuttgart Liszts Concerto pathétique für 2 Klaviere Searle 258 aufführten) galt das öffentliche Interesse ohnehin stärker dem Auftritt von Johanna Klinckerfuß.

Umso intensiver musizierte Margarete Klinckerfuß im privaten und semiprivaten Rahmen und bei Wohltätigkeitskonzerten, und zwar vorwiegend mit berühmten Kammermusikpartnern, die sie aus dem Familienkreis her kannten und schätzten. Ansonsten wirkte sie als private Klavierlehrerin u. a. in Luzern, Paris und Madrid, wo sie mit Hilfe der zahllosen Künstlerfreunde der Eltern leicht Kontakte knüpfte. Phasenweise scheint sie in München gelebt zu haben, 1933 bis 1935 in Berlin. Zeitweilig führte sie das ehemals väterliche Klaviergeschäft in Stuttgart.

Um die Jahrhundertwende trat sie aus Überzeugung und laut eigener Aussage mitbeeinflusst durch die Geisteskrankheit des nahen Freundes Hugo Wolf dem Johanniterorden bei und machte eine Ausbildung zur Krankenschwester, ohne darüber das Klavier und ihre privaten Auftritte zu vernachlässigen. Ihren medizinischen Beruf konnte sie aus gesundheitlichen Gründen nur phasenweise ausüben, nutzte ihre Kenntnisse aber intensiv im Familien- und Freundeskreis und war während des Ersten Weltkriegs Pflegerin an der Front (von der sie mit arthritischen Beschwerden zurückkehrte). Ab 1937 wurde sie von der Gestapo in die Psychiatrischen Kliniken in Stuttgart, Kennenburg bei Eßlingen, München, Eglfing/Haar und Christophsbad in Göppingen verbracht – wie sie selbst darstellt, aufgrund einer politisch unliebsamen öffentlichen Äußerung im Sept. 1937. In Christophsbad engagierte sie sich während ihres dortigen Aufenthalts und über das Kriegsende hinaus als Musikerin und, nach eigener Aussage, als Musiktherapeutin.

In den 1940er Jahren verfasste Margarete Klinckerfuß Lebenserinnerungen, die einen reichen Einblick in das kulturelle Umfeld geben, aus dem die Familie ihr Selbstverständnis schöpfte und in denen sie ausführlich aus ihren Briefwechseln mit Musikern und Schriftstellern zitiert.

 

LITERATUR

Briefe von und an Johanna und Margarethe Klinckerfuß, Konzertprogramme, Zeitungsausschnitte sowie Postkarte von u. a. Felix Weingartner an Johanna Klinckerfuß vom 23. Mai 1903, Staatsbibliothek zu Berlin, Mus.ep. Weingartner, F. 318.

Briefe von Johanna und Margarethe Klinckerfuß sowie Brief von Franz Liszt an Sigmund Lebert vom 13. Okt. 1872 in der Abschrift durch Margarethe Klinckerfuß, Goethe- und Schiller-Archiv Weimar, GSA 53/1716, 59/375,2 und 59/214,7

Teilnachlass Margarethe Klinckerfuß, Deutsches Literaturarchiv Marbach, BF 000123172

Brief von Edvard Grieg an Johanna Klinkerfuß, Bergen Public Library, 0379655

Margarete Klinckerfuß, Aufklänge aus versunkener Zeit, Urach 1948.

AmZ 1875, Sp. 812f.; 1879, Sp. 360f., 460; 1880, Sp. 827; 1882, Sp. 236, 392, 800f.

FritzschMW 1881, S. 68; 1885, S. 113, 137, 369

Die Musik 1901/02 II, S. 650; 1903/04 I, S. 294.

NMZ 1897, S. 45

NZfM 1882, S. 326; 1883, S. 101, 301, 483; 1884, S. 38, 107; 1885, S. 32, 91, 120, 212, 454, 496; 1886, S. 176, 450, 529; 1887, S. 377, 378; 1888, S. 181, 295, 339, 384, 559; 1890, S. 161, 281; 1891, S. 162; 1893, S. 209; 1895, S. 92; 1897, S. 177, 257; 1899, S. 56; 1900, S. 37, 310

Signale 1885, S. 187, 267, 308, 388, 548, 1078, 1100, 1155; 1886, S. 129; 1887, S. 202; 1888, S. 269; 1889, S. 509; 1890, S. 252; 1891, S. 326; 1896, S. 468; 1897, S. 981; 1898, S. 915, 984; 1899, S. 24, 292; 1900, S. 431, 884

Zeitschrift der internationalen Musikgesellschaft 1901/02, S. 109

Riemann 11, Abert, Frank/Altmann, LexFr

Gudrun Wedel, Autobiographien von Frauen. Ein Lexikon, Wien [u. a.] 2010.

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Personendatenblatt „Apoll Klinckerfuß“, http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/LABI/PDB.asp?ID=81130, Zugriff am 26. Nov. 2014.

Art. „Margerathe Klinckerfuß“, http://de.wikipedia.org/wiki/Margarethe_Klinckerfu%C3%9F, Zugriff am 26. Nov. 2014.

Eintrag „Wilhelm Keller-Deffner“, http://www.merkelstiftung.de/Familie/Familiendaten/getperson.php?personID=I8653&tree=PWMerkel, Zugriff am 26. Nov. 2014.

 

Bildnachweis

http://www.staatsanzeiger.de/print/kultur-und-geschichte/momente/rubriken/landleute/land-leute-detailansicht/artikel/johanna-klinckerfuss-1855-bis-1924/, Zugriff am 26. Nov. 2014

 

Kadja Grönke

 

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