Zwischen den Jahren: Das Sophie Drinker Institut bleibt geschlossen

In der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr wird das Sophie Drinker Institut geschlossen bleiben. Der letzte Tag des Jahres, an dem wir das Institut für Sie öffnen werden, ist Freitag, 22. Dezember. Im kommenden Jahr sind wir am Dienstag, 2. Januar, wieder für Sie da.

Wir wünschen Ihnen ein ruhiges, angenehmes Wehnachtsfest und einen erfreulichen Jahreswechsel!

„Musikfilm und Gespräch“ am 29. September im Sophie Drinker Institut

Filmvorführung am Freitag, 29. September 2017, um 19 Uhr: Besorgnis der Sperlinge von Tobias Klich. Der Regisseur, die Komponistin und die Interpretin des Stückes werden anwesend sein.

Im Sophie Drinker Institut, Außer der Schleifmühle 28, 28203 Bremen.

Der Eintritt ist frei.


Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Der Bremer Regisseur und Komponist Tobias Klich initiierte im Jahr 2014 eine Reihe mit experimentellen Musikfilmen, allesamt zu Werken anderer, mit Bremen verbundener Komponisten. Der Film Besorgnis der Sperlinge zu Farzia Fallahs Solostück entstand im Jahr 2015 und wurde u. a. im Herbst 2016 im Rahmen des Filmfests Bremen gezeigt. Farzia Fallah und Luisa Klaus lernten einander während des Studiums an der Bremer Hochschule für Künste kennen und arbeiten seither regelmäßig zusammen. Die Verbindung von Elektronik und Live-Interpretation, gesehen durch das Auge einer künstlerisch geführten Kamera und von dieser zu ästhetisch komponierten Bildern arrangiert, verspricht einen fesselnden Abend auf der Grenze der Künste.

Projekt zur „Geschichte der Konservatorien“ durch die Gerda Henkel Stiftung gefördert

Wir hatten es bereits an anderer Stelle kommuniziert: Seit dem vergangenen Jahr steht ein neues Forschungsprojekt im Mittelpunkt unserer Arbeit, die „Geschichte der deutschsprachigen Konservatorien im 19. Jahrhundert“.

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass dieses umfängliche, kosten- und reiseintensive Projekt nun von der Gerda Henkel Stiftung gefördert wird.

 

 

Neu in der Schriftenreihe: „...wie ein Mann mit dem Kochlöffel“. Geigerinnen um 1800

Neuerscheinung

Im August 2017 frisch aus der Druckerei des Oldenburger BIS-Verlages: „...wie ein Mann mit dem Kochlöffel“. Geigerinnen um 1800. Von Volker Timmermann.

 

Das Buch untersucht die Entwicklungsmöglichkeiten von Violinistinnen in den Jahrzehnten um 1800. Im Fokus stehen dabei beispielsweise die Rezeption geigender Frauen durch Zeitgenossen, die Auswirkungen einer sich wandelnden Violinästhetik oder auch die Konsequenzen der Symbolik der Violine als Instrument des Teufels. Im zweiten Teil des Buchs werden vier Geigerinnen jener Zeit ausführlich biographiert.

 

 Das Buch, Band 14 der Schriftenreihe des Sophie Drinker Instituts, umfasst 302 Seiten und kostet 29,80 Euro. Nähere

 

Informationen finden Sie hier.

Zu beziehen über den Buchhandel oder direkt beim Verlag: bisverlag@uni-oldenburg.de.

Forschungskolloquium mit Marion Gerards

Am Freitag, 16. Juni 2017, wird Marion Gerards, ehemalige Mitarbeiterin des Sophie Drinker Instituts und inzwischen Professorin an der Katholischen Hochschule Aachen, das Haus besuchen.


Von 15 BIS 17 UHR wollen wir uns in einem kleinen Kolloquium über
unsere aktuellen Forschungsvorhaben austauschen:

MARION GERARDS
1. BMBF-Projekt: Rassismuskritische und diversitätssensible Diskursanalyse kultureller Bildungsangebote im Kontext von Flucht und Migration
2. Verbundprojekt mit der Musikhochschule Köln und der Uni Mainz: Kultursensible Musikarbeit / musikalische Bildung in der KiTa

SOPHIE DRINKER INSTITUT
Geschichte der Konservatorien im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum: Fragen, Quellen, Probleme, neue Forschungsergebnisse.

 

Besucher sind herzlich willkommen, wir bitten um formlose Anmeldung per Mail oder Telefon.

„Beethovens starke Frauen: Leonore, Klärchen, Leonore Prohaska“: Vortrag von Christine Siegert (Beethoven-Haus Bonn)

Im Sophie Drinker Institut, Außer der Schleifmühle 28, 28203 Bremen.

Der Eintritt ist frei.

 

In Beethovens Werk fallen drei Frauenfiguren ins Auge, deren Charakterisierungen starke Ähnlichkeit haben: Leonore, die Titelfigur in Beethovens einziger Oper Fidelio, Klärchen aus der Schauspielmusik zu Goethes Drama Egmont sowie Leonore Prohaska, die Hauptfigur in Friedrich Dunckers gleichnamigem Schauspiel, zu dem Beethoven wiederum die Musik verfasste. Alle drei Frauen verkleiden sich als Männer, um Gefangene zu befreien oder im Befreiungskrieg zu kämpfen. Sie dringen also in geschlechterhomogene Männergesellschaften ein und agieren nach männlichen Handlungsmustern – oder sie imaginieren zumindest ein derartiges Vorgehen.

Der Vortrag von Prof. Dr. Christine Siegert wird diesen drei Beispielen vergleichend nachgehen. Die Höhepunkte der drei Bühnenwerke lassen den Schluss zu, dass Beethovens besondere Faszination für die drei Frauenfiguren im Zusammentreffen von (leidenschaftlicher) Weiblichkeit mit männlichem Handeln bestehen könnte. Er präsentiert uns Möglichkeiten weiblicher Identität, die erst im 20. Jahrhundert größere gesellschaftliche Relevanz erlangen konnten.

 

Prof. Dr. Christine Siegert studierte Schulmusik, Musikwissenschaft, Romanistik und Philosophie in Hannover und Amiens (Frankreich). Sie war Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, des Deutschen Historischen Instituts Rom und der Gerda Henkel Stiftung. Mit einer Arbeit über Luigi Cherubini promovierte sie im Jahr 2003 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Anschließend war sie am DFG-Projekt Joseph Haydns Bearbeitungen von Arien anderer Komponisten (Universität Würzburg, Joseph Haydn-Institut Köln) tätig. In den Jahren 2006 bis 2009 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Joseph Haydn-Institut, 2009 bis 2010 dann am Akademie-Projekt OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen (Universität Bayreuth). Es folgte die Arbeitsstellenleitung dieses Projektes und die Betreuung der Edition von Antonio Salieris

Von 2010 bis 2015 war Christine Siegert Juniorprofessorin an der Universität der Künste Berlin, ab 2013 hatte sie die Leitung des von der Einstein Stiftung Berlin finanzierten Forschungsprojekts A Cosmopolitan Composer in Pre-Revolutionary Europe – Giuseppe Sarti inne, das eine Kooperation mit der Hebrew University Jerusalem bildete.

Seit September 2015 ist sie nun Leiterin des Beethoven-Archivs und des Verlags Beethoven-Haus. Sie gibt die Schriften zur Beethoven-Forschung (ab Bd. 26) heraus, ist Mitherausgeberin der Bonner Beethoven-Studien (ab Bd. 12) und Generalherausgeberin der Neuen Beethoven-Gesamtausgabe (ab 2016).

 

 

 

Jahresbericht 2016 online

Der Jahresbericht 2016 des Sophie Drinker Instituts ist nun auf unsere Internetseite gestellt. Sie können ihn hier einsehen.

„Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will…“ Evelin Förster im Sophie Drinker Institut

Evelin Förster präsentiert eine Plauderei mit Liedern, Chansons und Texten aus der Zeit von 1915 bis 1937

Evelin Förster — Gesang

Ferdinand von Seebach — Flügel

Am 16. Sept. 2016 im Sophie Drinker Institut.

Eintritt: 10 € (erm. 6 €)

 

„Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will…“ sang Fritzi Massary 1932. Die moderne Frau liebte die Liebe und den Sport, die Schönheit, das Geld und die Unabhängigkeit. Aber war das als Lebensentwurf alles zu verwirklichen?  Ein Blick in die damaligen Anstands- und Benimmbücher oder in die Zeitschriften verrät, was eine Frau alles zu erwarten hatte, wenn sie ein freieres und unbefangeneres Leben führen wollte. Die Lieder und Chansons von Friedrich Hollaender, Mischa Spoliansky, Beda, Ruth Feiner, Henry Love und weiteren verraten den „anderen Blick“ auf die Dinge. Zu einer kleinen Plauderei mit Texten, Chansons, Schlagern und den passenden zeitgenössischen Bildern lädt Evelin Förster mit ihrem Pianisten Ferdinand von Seebach herzlich ein.